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Ein anderes Fundament kann niemand legen (1. Korinther 3, 11)

175 Kirchgemeinde Rapperswil-Jona

 

 
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Festgottesdienst der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rapperswil-Jona
Sonntag, 24. März 2013, Kirche Rapperswil
Predigt Pfr. Dr. Dölf Weder, Kirchenratspräsident


A)  175 Jahre Kirchgemeinde Rapperswil-Jona

Liebe Festgemeinde

Zuerst darf ich Ihnen im Namen unserer Kantonalkirche und des Kirchenrates ganz herzlich zum 175. Geburtstag gratulieren. Es ist eine grosse Freude zu sehen, wie aus bescheidenen Anfängen zu Beginn des 19. Jahrhunderts unsere heute drittgrösste Kirchgemeinde gewachsen ist. Und erst noch eine unserer lebendigen Kirchgemeinden.

Unzählige Menschen haben in vielen Funktionen durch fast zweihundert Jahre diese Entwicklung und das heutige Leben ermöglicht. Ihr Engagement hat die Gemeinde zu einer für die Menschen und für die Gesellschaft relevanten Grösse und Heimat gemacht. Ihnen allen, und natürlich unserem himmlischen Vater, gilt unser grosser Dank.

Jubiläen stehen aber immer auch etwas in der Gefahr der Selbstverherrlichung. So sehr Dankbarkeit - und auch etwas Stolz - angebracht sind, so sehr muss man sich gerade bei kirchlichen Jubiläen auch bewusst sein, dass wir sie vor allem der Glaubenskraft und dem Engagement unserer Altvordern verdanken. Und es stellt sich uns automatisch die Frage, wie es denn um unser eigenes Engagement heute bestellt ist. Ob wir selber genügend engagiert und zukunftsfähig sind, um das grosse Werk nun unsererseits auf für die heutigen Menschen und für die heutige Gesellschaft relevante Art und Weise weiter zu führen.

 

B)   Worauf bauen Sie letztlich in Ihrem Leben?

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, um diese Frage weiter zu entfalten, mache ich jetzt einen grossen Sprung und stelle jedem von Ihnen eine sehr persönliche Frage.

Die Frage lautet: Worauf bauen Sie eigentlich letztlich in Ihrem eigenen Leben? Welches ist das wirkliche Fundament Ihres Lebens?

Vielleicht haben Sie über diese Frage noch gar nie bewusst nachgedacht. Vielleicht können Sie sie aber auch kurz und knapp beantworten, zum Beispiel mit: „Das Fundament, das mein ganzes Leben trägt, ist meine Familie.“ Oder: „Letzten Endes und wenn alle Stricke reissen, kann ich mich nur auf mich selber verlassen.“

Es kann aber auch sein, dass Sie diese Frage für sich bisher eher indirekt beantwortet haben. Zum Beispiel, indem Sie sich finanziellen Wohlstand geschaffen haben; indem Sie sich immer wieder weitergebildet haben; oder durch das Abschliessen einer ausgezeichneten Krankenversicherung zum bestmöglichen Erhalt Ihrer Gesundheit; oder überhaupt durch Versicherungsverträge für alle Eventualitäten.

Worauf bauen Sie letztlich in Ihrem Leben? Was betrachten Sie als das wirkliche Fundament Ihres Lebens, das auch grossen Stürmen standhalten kann?

 

C)   Wer oder was hält mich, wenn ich ins Bodenlose zu fallen drohe?

Wenn ich mir selber diese Frage stelle, fallen mir für mich selbst alle diese Antworten ebenfalls ein. Aber sie beunruhigen mich zugleich. Weil sie mir deutlich machen, wie brüchig all diese Grundmauern des Lebens letztlich sind.

Wie ist es denn, wenn der Tod oder nur schon eine Scheidung meine Familie plötzlich zerbricht?

Wie steht es mit dem Vertrauen in mich selber und in meine eigenen Fähigkeiten als letztes Fundament meines Lebens, wenn ich schwer erkranke oder wenn ich einen Unfall mit einer Hirnverletzung habe?

Versicherungen und ein guter finanzieller Hintergrund mögen da hilfreich und wichtig sein. Mitmenschen spielen eine entscheidende Rolle. Aber reicht das alles, mich im Extremfall vor der Verzweiflung und dem Fall ins Nichts zu bewahren?

Mir persönlich ist es im Leben und nach zwei, drei Lebenserfahrungen zunehmend wichtig geworden, um jemanden ausserhalb von mir zu wissen. Jemanden, der mich auch dann noch trägt, wenn ich den Eindruck habe, ins Bodenlose zu fallen.

Als letztes, grundlegendstes Fundament meines Lebens fällt mir darum wirklich nur einer ein: Gott. Mein letztes Vertrauen kann ich nur in einen mich in wirklich allen Lebenslagen liebenden und mich tragenden Gott setzen.

Wenn ich an Gott denke, denke ich nicht an irgendeine abstrakte Grösse. Nicht an so eine vage „höhere Macht“, wie sie auch von vielen heutigen Menschen noch irgendwie als existierend angenommen wird.

Ich habe einen Gott nötig, wie Jesus ihn mir gezeigt und vorgelebt hat.

Für mich ist Gott der die Menschen liebende und sie trotz ihrer ganzen menschlichen Problematik vergebend annehmende Gott.

Er ist der Gott, den ich im Gebet mit Unser Vater anrede. Er ist ein von mir ansprechbarer Du-Gott, ein Gegenüber. Er ist so, wie ihn mir Jesus Christus als seinen Vater vorgestellt hat. Meine Gottesvorstellung hängt damit unauflöslich an der Botschaft Jesu Christi.

Meine Zuversicht, dass Gott mein Leben begleitet, dass er mich trägt, selbst wenn ich falle und wenn alles um mich herum fällt - dieses mein Lebensfundament hängt an Jesus Christus.

Und darum kam ich für mich persönlich zum Schluss, dass der letzte Grund meines Lebens nur Jesus Christus sein kann - und sein mich liebender Vater, so wie sein Sohn von ihm gesprochen und mit ihm gelebt hat.

 

D)   „Ein anderes Fundament kann niemand legen“

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, ich möchte mich hier nicht als super-frommen Menschen hinstellen. Aber ich erhielt von Ihrer Kirchenvorsteherschaft für heute einen Predigttext zugewiesen, dem ich auch persönlich nicht ausweichen kann. Er zwingt mich zur persönlichen Stellungnahme.

Und er stellt auch Ihnen persönlich, und Ihnen als Gemeinde, die Frage: Wer oder was bildet das letzte Fundament Ihres Lebens?

Unser Predigttext ist nämlich eine kristall-klare Aussage des Apostels Paulus, in einem seiner Briefe an die christliche Gemeinde im griechischen Korinth.

Er schreibt den korinthischen Christinnen und Christen:

„Ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.“ (1. Kor. 3,11)

Paulus sagt das kritisch gegenüber christlichen Missionaren, die nach ihm die Gemeinde besucht haben und in Korinth ihre eigenen Fangruppen gründeten.

Gelegentlich gibt es das ja auch in reformierten Gemeinden. Da gibt es die Fans des sozialen Pfarrers Sozialis, und da gibt es die Fans des frommen Pfarrers Biblikus.      

Mit allen möglichen Argumenten kritisiert man sich dann gegenseitig: zu fromm und damit zu wenig sozial die einen, zu sozial und damit zu wenig geistlich die anderen.

Dabei gibt es nur ein einziges Fundament, das ist Jesus Christus, sagt Paulus. Und dieser Jesus war sowohl sozial als auch geistlich.

Unsere St. Galler Kantonalkirche betont dieses Zugleich deutlich und sichtbar. Sie hat sich als Leitwort das Ziel einer Kirche „nahe bei Gott – nahe bei den Menschen“ gegeben.

Mir scheint, dass auch die Faszination des neuen Papstes Franziskus darin besteht, dass er dieses Gleichzeitige von Gottesnähe und Menschennähe so deutlich auszudrücken und so glaubwürdig zu leben versteht.

Es geht bei diesem doppelten „nahe“ gleichzeitig ganz konkret um unsere Gottesbeziehung, um unseren Glauben, um Jesus Christus.

Und es geht um die Nähe zu unseren Mitmenschen, zu den real existierenden Menschen um uns herum, nicht nur den netten, erfolgreichen und frommen.

Kirche „nahe bei Gott – nahe bei den Menschen“ benötigt hierzu ein klares Fundament.

Bereits unsere Väter und Mütter haben diesen Satz des Apostels Paulus zur Präambel unserer St. Galler Kirchenverfassung gemacht. Dort, noch vor Einleitung und erstem Artikel, haben sie hingeschrieben:

 „Ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.“ (1. Kor. 3,11)    

Dieses Paulus Wort vom einen, unveränderlichen Fundament, war aber auch eurer Gemeinde, liebe Rapperswil-Joner, so wichtig, dass ihr es 1955 in grossen Buchstaben hier vorne an die Wand malen liesset. 1997 verschwand der Text dann im Rahmen einer technischen Sanierung quasi über Nacht und wurde 1998 durch eine neue Wandgestaltung von Gottfried Hirschi ersetzt.

Es ist zu hoffen, dass das damals nicht geschah, um sich einfach der säkularer gewordenen Welt anzubiedern - Etiketten-Verschleierung sozusagen.                       

Immerhin habt ihr dann später für diesen wichtigen Satz wenigstens noch eine Plakette geschaffen und diese unter der Empore links neben dem Ausgang angebracht. Dort können wir uns diesen Text auch heute beim Hinausgehen nochmals in Erinnerung rufen.

 

E)   Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, Sie können mir jetzt vorwerfen, dass ich in dieser Predigt bisher zwei unterschiedliche Fragestellungen ziemlich miteinander vermengt und parallelisiert habe.

Nämlich die Frage, was denn das letzte Fundament Ihres und meines individuellen Lebens ist, und die andere Frage, was das Fundament Ihrer Kirchgemeinde und unserer Kantonalkirche ist.

In der Tat sind das zwei verschiedene Dinge. Es mag ja noch vielen Leuten einleuchten, dass eine christliche Kirchgemeinde eigentlich Jesus Christus zum Fundament haben sollte. Das bedeutet aber doch noch lange nicht, dass auch wir alle, wir als einzelne Christenmenschen, diesen Jesus Christus als unser persönliches Lebensfundament verstehen oder verstehen müssen.

Logisch ist diese Unterscheidung durchaus richtig. Nur ist dann sofort zu fragen: Auf welche Weise ist denn Jesus Christus Fundament der Kirchgemeinde, wenn deren Mitglieder seine grundlegende Christus-Bedeutung für sich persönlich gar nicht mehr teilen. 

Oder erwarten die Gemeindeglieder einfach von den kirchlichen Profis, dass die das stellvertretend für sie tun - weil sie ja nun mal besonders fromm oder wenigstens dafür bezahlt sind?

Für mich öffnet sich da eine heute immer akuter werdende Frage. Nämlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit unserer reformierten Kirche.

 

F)   Wer oder was sind wir eigentlich als reformierte Kirche?

Man spricht heute viel davon, das „reformierte Profil“ sei undeutlich geworden, die Protestanten seien beliebig geworden, „anything goes“, alles sei möglich, jeder und jede könne glauben, was ihm oder ihr gerade passt. „Selber denken – die Reformierten“ ad absurdum geführt.

Und das ausgerechnet bei einer Konfession, die in der Reformationszeit mit ganz klaren Botschaften einer sich an Weltlichkeit und Machtverliebtheit verlorenen katholischen Kirche gegenüber stellte.

Darum nannte man uns „Protestanten“, von lateinisch „pro-testari“, „etwas öffentlich bezeugen“, „für etwas eintreten“ „etwas unmissverständlich darlegen“.

Für mich ist das nicht nur die Frage eines schwammig gewordenen äusserlichen „Profils“. Ich meine, uns stellt sich heute viel tiefer die Frage nach unserer Identität. Und damit die Frage nach unserer Glaubwürdigkeit.

Die kritische Frage vieler unserer heutigen Zeitgenossen lautet: Wofür steht ihr denn heute eigentlich als reformierte Kirche?

Sind wir eine der vielen humanitären Organisationen, die sich für bessere soziale Verhältnisse in der Gesellschaft einsetzen?

Sind wir eine Organisation zur Förderung aus der christlichen Tradition stammender „Grundwerte“ und darum eine wichtige stabilisierende Kraft unseres politischen Systems? 

Sind wir ein Serviceclub zur Zelebrierung von Ritualen in menschlichen Grenz- und Übergangssituationen?

Sind wir die Überlieferer schöner Traditionen und Bräuche der Vergangenheit, die nicht einfach so aussterben sollen?

Sind wir ein missionarisches Werk, das die Menschen zu Bekehrung und radikaler Verhaltensänderung aufruft?

Sind wir ein Club religiöser Menschen, die Religion als ihr Hobby haben und darum ihre Sonntage gerne mit ihresgleichen verbringen?

Wahrscheinlich sind wir etwas von all dem.

 Aber was uns wirklich zu dem macht, was wir unserem ureigensten Auftrag gemäss sein sollen, ist meines Erachtens doch wesentlich mehr. Und dieses Mehr ist exakt unser Fundament:

„Ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.“ (1. Kor. 3,11)

Es geht um Jesus Christus. Um eine Person, um eine Beziehung, und nicht nur um eine religiöse oder soziale Überzeugung.

Es geht um unser Verhältnis, um unsere Beziehung zu diesem Jesus Christus.

Und es geht um die ganz praktischen Konsequenzen eben dieser Beziehung.

Wer das weglässt, besser: wer diesen Jesus Christus weglässt, der versucht, Kirche auf einem anderen Fundament zu bauen - eine bröcklige Sache.

 

G)   Lebe selber, was du vertrittst

Und da, liebe Mitchristinnen und Mitchristen, muss nun eben festgestellt werden, dass unser eigenes Lebensfundament sehr wohl etwas mit dem Fundament unserer Kirche zu tun hat. Und umgekehrt.

Es ist - und es war durch die ganze Geschichte der letzten 2000 Jahre - keine Kirchgemeinde denkbar, die nicht wesentlich aus Menschen besteht, für die eben dieser Jesus Christus in irgendeiner Form Fundament ist.

Christliche Gemeinde war schon in biblischer Zeit eine Gemeinschaft von Menschen mit einer gemeinsamen Grundüberzeugung, mit einem gemeinsamen Fundament: dem Glauben an Jesus Christus. - Wie immer dieser Glaube dann auch inhaltlich näher bestimmt wurde.               

Ein Paulus hätte die Menschen nie und nimmer überzeugt, hätte er gepredigt, das Fundament der christlichen Gemeinde sei Jesus Christus - sein eigenes Vertrauen in seinen vielen abenteuerlichen Lebenslagen liege aber im Glauben an seine eigene Überlebenskraft.

Das hat mit Glaubwürdigkeit zu tun. Und die ist für eine Kirche zentral.

Wir sind nur glaubwürdig, wenn wir für uns selber an das glauben, selber das leben, was wir als kirchliche Gemeinde vertreten.

Die heutige Welt, die heutigen Menschen - und erst recht die heutigen jungen Menschen - verlangen solche Glaubwürdigkeit. „Walk your talk“ sagen die Amerikaner dazu. „Lebe selber, was du vertrittst“, können wir das frei übersetzen.

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, Jubiläen sind etwas Wunderbares. Sie sind Grund zum Jubeln und zur Dankbarkeit. Das sollen wir heute tun – ausgiebig, und mit gemeinsamem Singen, Beten, Essen und Trinken.

Aber wir feiern letztlich das Engagement, das Herzblut und den Glauben unserer Vorfahren. 

Sie sagen uns an einem solchen Jubiläum: Jetzt seid aber ihr an der Reihe. Führt unser Werk weiter.

Habt neue Ideen. Prägt die Menschen, die Welt und die Gesellschaft, wie sie heute sind.

Aber bleibt Jesus Christus, bleibt unserem Glauben an ihn treu. Bleibt seiner Botschaft treu. Vergesst eure Herkunft nicht. Vergesst euer Fundament nicht.

Seid glaubwürdig. Lebt, wovon ihr sprecht. Als Kirchgemeinde. Und als einzelne Christenmenschen.

Christus verspricht uns: „Ich bin bei euch, jeden Tag, bis ans Ende der Welt.“

„Ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.“ (1. Kor. 3,11) 

Amen.

 

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www.weder.ch last updated: 28.10.17
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Inhalt

175 Jahre Kirchgemeinde Rapperswil-Jona

Worauf bauen Sie letztlich in Ihrem Leben?

Wer oder was hält mich, wenn ich ins Bodenlose zu fallen drohe?

Ein anderes Fundament kann niemand legen

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Wer oder was sind wir eigentlich als reformierte Kirche?

Lebe selber, was du vertrittst

 

 

Jubiläen verdanken wir vor allem der Glaubenskraft und dem Engagement unserer Altvordern. Es stellt sich uns die Frage, wie es denn um unser eigenes Engagement heute bestellt ist.

 

 

Worauf bauen Sie eigentlich letztlich in Ihrem eigenen Leben? Welches ist das wirkliche Fundament Ihres Lebens?

 

 

 

 

 

Mir persönlich ist es wichtig geworden, um jemanden ausserhalb von mir zu wissen. Jemanden, der mich auch dann noch trägt, wenn ich den Eindruck habe, ins Bodenlose zu fallen.

 

Wenn ich an Gott denke, denke ich nicht an irgendeine abstrakte Grösse. Nicht an so eine vage „höhere Macht“, wie sie auch von vielen heutigen Menschen noch irgendwie als existierend angenommen wird.

 

Er ist der Gott, den ich im Gebet mit Unser Vater anrede. Er ist ein von mir ansprechbarer Du-Gott, ein Gegenüber. Er ist so, wie ihn mir Jesus Christus als seinen Vater vorgestellt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt nur ein einziges Fundament, das ist Jesus Christus, sagt Paulus. - Und dieser Jesus war sowohl sozial als auch geistlich.

 

 

 

 

 

 

Es geht um Nähe zu Gott und um Nähe zu den Mitmenschen.

 

 

 

 

 

Kirche „nahe bei Gott – nahe bei den Menschen“ benötigt ein klares Fundament - Jesus Christus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es mag ja noch vielen Leuten einleuchten, dass eine christliche Kirchgemeinde eigentlich Jesus Christus zum Fundament haben sollte. Das bedeutet aber doch noch lange nicht, dass auch wir alle, wir als einzelne Christenmenschen, diesen Jesus Christus als unser persönliches Lebensfundament verstehen.

 

 

 

 

Für mich öffnet sich da eine heute immer akuter werdende Frage. Nämlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit unserer reformierten Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

Die kritische Frage vieler unserer heutigen Zeitgenossen lautet: Wofür steht ihr denn heute eigentlich als reformierte Kirche?

 

 

 

 

 

Wer diesen Jesus Christus weglässt, der versucht, Kirche auf einem anderen Fundament zu bauen - eine bröcklige Sache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind nur glaubwürdig, wenn wir für uns selber an das glauben, selber das leben, was wir als kirchliche Gemeinde vertreten.

 

 

 

 

 

 

Unsere Vorfahren sagen uns: Bleibt Jesus Christus, bleibt unserem Glauben an ihn treu. Bleibt seiner Botschaft treu. Vergesst eure Herkunft nicht. Vergesst euer Fundament nicht.